Archiv für Januar 2015

Schwule Mütze

 


Ich bin ja schon lang nicht mehr für meine Klamotten ausgelacht worden, wurde also wieder Zeit …
 
Da steh ich unten, will mit dem Fahrrad einkaufen fahren. Aber Moment, bei dem Wetter ohne Handschuhe kommt nicht so gut. Plötzlich tauchen drei Mädels auf, die sich königlich über mich amüsieren: »Oooh, kalt-kalt-kalt, brrrrr, schnell-schnell, sonst friert was ab, hahaha …«
 
Okay, die grauen Handschuhe und der schwarze Schal sind es also nicht. Die Weiber haben es auf meine selbstgehäkelte Haube abgesehen. Dabei hab ich mir bei Omma ausm Wollekorb schon zurückhaltende Farben gemopst – schwarz, grau, türkis. Das beschädigt die Männlichkeit doch jetzt nicht so gravierend, oder?
 
Aber die Weiber haben sofort erkannt: »Schwule Mütze, hihihi …«
Und ich so: »Ja, die ist ganz warm.« Diesen Beitrag weiterlesen »

Ausreißerchen

 


Ach, wie schön ist das, wenn man in der Küche Unterhaltung hat …
 
Die Hausarbeit generell und die Küche speziell gehören ja nicht gerade zu den Highlights der alltäglichen Aufgabenliste. Aber manches muss ja einfach sein. Einkaufen zum Beispiel. Neben dem Küchendienst hasse ich ja nichts so sehr, wie einkaufen zu müssen. Total ätzend! Erst gucken, was da ist, dann überlegen, was man wo kauft, dann losgehen und im Laden feststellen, dass man den Zettel vergessen hat. Vor lauter Schreck darüber funktioniert das Äußerst-Kurzzeit-Gedächtnis auch nicht mehr, sodass man wild alles einkauft, was man am Ende schon in der Vorratskammer stehen hat, während die fehlenden Sachen immer noch im Laden stehen …
 
Na ja, soweit also zum unangenehmen Teil. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gemeinbergschnecken

 


Ich geb’s zu, ich hatte nach meinem letzten Blogeintrag eine unruhige Nacht. Da outet man sich als übelste Küchenschlampe und hofft natürlich inständig, dass die werte Leserschaft den selbstkritischen Erguss als reine Erfindung eines von Ironie befallenen Hirns in Form eines Bauklotzes abtut …
Und dann kriechen diese kleinen Zweifelschnecken aus ihren Miesmuschelschalen und schlabbern ihren Gewissensschleim durch mein friedliches Feinberghirn, fressen auch den letzten dörrigen Hoffnungshalm und hinterlassen nix als schlechtes Gewissen.
 
Gewissen: »Was wird Mama sagen?«

Ich: »Leck mich!«

Gewissen: »Ääh nää!«
 
Tja, der Dialog ist kurz, mein Gewissen hat nicht viel zu sagen. Aber irgendwie kommt sie dann doch durch, die Stimme der Mutter.
 
Mutter: »Kind, wie kannst du nur?« Diesen Beitrag weiterlesen »

Küchenmangement mit Pfiff

 


Was die Küche angeht, versuche ja wirklich irgendwie so halbwegs ordentlich zu sein. Verdammt, ich fürchte, ich hab in diesem einen Satz mehr gelogen, als Wörter drin vorkommen. Okay, noch mal von vorn:
 
Ich bin das totale Chaos!
 
Nee, so ganz stimmt das auch nicht. Ich mag das schon, wenn alles seinen Platz hat. Und ich räum auch regelmäßig alles wieder dahin zurück. Vielleicht ist mein regelmäßig von ein- bis zweimal im Jahr nicht ganz so sorgsam, wie das regelmäßig von anderen, okay-okay. Aber hier soll mal bitte der gute Wille zählen. Eins, zwei, drei … (ich kann’s nicht lassen)
 
Ich hab ein System!
Alles, was oft und immer gebraucht wird, bleibt draußen und griffbereit. Wieso sollte man Besteck in einer Schublade parken, die man ständig auf- und zuschieben muss – und dann noch womöglich Kleines und Großes sortieren, oder gar nach Alphabet: Gabel, Löffel, Messer … Naa, nicht mit mir! Zwei farblich stimmige Blumenübertöpfe gekrallt und rein das Zeug, alles auf ein schwedisches Würfelregal griffbereit beim Vorbeigehen, super. Wir sind hier nicht beim Witzigmann, Kantinenpragmatismus reicht vollkommen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Dinkelkäsekuchen

 


Achtung: schmeckt gesund (dt. = recht unsüß)
 

  • 250g Dinkelmehl Typ 1050 (gibt’s bei Lidl gegenüber von den Babywindeln *hust*)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Ei
  • 100g Butter, knetfest
  • 40g Zucker
  • 1 Prise Salz
  •  
    Kneten, kneten, kneten. Ergebnis halbieren, ein Fladen fürn Boden (also für die Form!), den Rest in Würstchen für den Rand dranzuknetschen.
     

  • 1kg Quark
  • 50g Dinkelgrieß (kauf ich immer im DM. Achtung! Die wollen trotzdem schon Euro!)
  • 50g Dinkelmehl
  • 120g Zucker
  • 4 Eier
  • 100g Butter, verflüssigt
  • etwas Milch
  • (Orangenpulver, Orangenlikör, 2 Äpfel)
  • Diesen Beitrag weiterlesen »

    Gib Gummi, Ofen

     


    Sonntag. Da muss natürlich ein Kuchen her. Irgendwann letzten Monat hatte ich mir auf Anfrage vom Freund nen Rezept für einen Käsekuchen zusammengebastelt. Seit Helge wissen wir ja, wie das Käsebrot im Ranking einzusortieren ist. Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Käsekuchen da in seiner Sparte ganz ähnlich hoch zu bewerten ist. Und wenn man dann nicht alle Zutaten im Haus hat, dann sucht man sich natürlich kein passendes Rezept, sondern schmiedet sich die vorhandenen Angaben mit den gegebenen Bausteinen so um, dass am Ende irgendwas zwischen käsigem Kuchen und kuchigem Käse dabei rauskommt.
     
    Hört auf zu grinsen! Es ist super geworden!!! Und ich hab mein Rezept gestern noch verfeinert. Wer mutig ist und nachbacken will, der klickt hier: Dinkelkäsekuchen
     
    Wie ich unter dem Rezept bei den Tipps schon schreibe: Ich hasse es, Backformen saubermachen zu müssen. Wofür gibt’s Backpapier? Über die Jahre bin ich zu einem richtigen Jackie Chan im Fachbereich Origami geworden. Also mich schreckt es längst nicht mehr, ein eckiges Papier in eine runde Springform zu friemeln. Diesen Beitrag weiterlesen »

    Blogwahn

     


    Ja, so ist das, wenn man plötzlich was Neues entdeckt hat: ES GIBT NIX ANNERS MEHR!!!
     
    Seit Tagen höre ich in meinem Kopf so ein komisches Huhn vor sich hin am puten: „Blog! Blog! Blog-Blog-Blog!“ Wohin ich mich auch wende: „Blog-Blog-Blooooog-Blog-Blog!“
    Da fragt dann heute auch eine liebe Freundin: „Willste nicht mal deinen Blog bekannt machen?“
    Nein, eigentlich will ich nicht. Irgendwie fühl ich mich noch – so frischkükig irgendwie. Komm mir da auch ein bisschen vor wie schau her, ich war aufm Töpfchen … Und im Grunde ist das ja nix anderes hier *räusper* Aber hoffentlich halt unterhaltsamer Mist. Vielleicht sogar mit nem Schuss Geist … Muss mal gucken, ob ich noch ein Fläschchen im Schrank hab 😉
     
    Aber letztendlich hat sie ja recht, die Gute. Also mache ich meinen Blog nun bekannt: „Liebe Leser, das hier ist der Blog. Ein ganz Lieber ist das. Blog, das hier sind – ähm, die Leser. Endleser – äh – endlaser sind die, weil die sich hierher verirrt haben. Gut, manche sind vielleicht auf die Schlagworte Rabatt und Sonderangebot vom letzten Beitrag reingefallen. Tja, passiert. Aber wir freuen uns trotzdem über jeden Vorbeischauer und beißen vorerst nicht – oder nicht allzu fest.“
     
    So in Ordnung? Diesen Beitrag weiterlesen »

    Ich kauf mich reich

     


    Da latsche ich so beim Rossmann vorbei und sehe: „Wir renovieren, ab sofort auf alles 25% Rabatt!“ (ich glaub, sogar auf Tiernahrung! Oder halt diese Körnerabteilung von denen da …)
     
    Ich lächele müde. Die Worte Rabatt und Sonderangebot lassen bei mir schon länger nicht mehr die Rollos der Unvernunft runter. Aber verlockend ist es ja trotzdem, ich kann ja mal kurz …
    Im Laden packe ich dann erst mal fünf Deosticks in meinen Einkaufskorb. Das sind alle, die sie noch im Regal haben. Ich fürchte, wenn es zehn gewesen wären, ich hätte trotzdem alle genommen. Aber hey, immerhin 25% Rabatt! Und irgendwann brauch ich die eh. Wie sagt man in meiner Schnäppchenjägerfamilie so gern: „Wat ma hat, dat hat ma!“ Und auch: „Frisst do keen Brot!“ Soll heißen: So lange ich genug Lagerfläche zu Hause hab, sind Vorratskäufe per se schon mal legitimiert – erst recht mit Rabatt.
     
    Also weiter durch die fast leergekauften Hallen. Gibt bestimmt noch das eine oder andere, das ich eh irgendwann kaufen würde … Diesen Beitrag weiterlesen »

    Tagebuchversuch

     


    Ab und an befällt einen ja dieses jugendliche Bedürfnis „ab heute schreib ich Tagebuch“ …
     
    Es soll ja Leute geben, bei denen läuft’s. Max Frisch fällt mir da ein. Na ja, oder es hat gelaufen einst. Bäm, Jahrelange Tagebuchschreiberei und am Ende kommen dann dicke Bände raus mit Jahreszahlen von bis. Hab ich sogar im Regal stehen, aber noch nicht gelesen. Ich trau mich nicht. Dabei bin ich mir sicher, dass beim Namen Frisch nix Verdorbenes drin ist. Vielleicht deshalb auch noch ungelesen? Man weiß es nicht – und ich will es lieber nicht beantworten.
     
    Wenn man viel Glück hat, schlägt das Verlangen nach Tagebücherei nur mal kurz zu und lässt sich dann auch gleich wieder in die Untiefen der vierzehnjährigen Psyche verbannen. Vielleicht schreibt man ein, zwei oder gar drei Gedichte stattdessen – und macht danach vielleicht „was Vernünftiges“. Diesen Beitrag weiterlesen »

    Baaald …

    … steht hier auch was mit geringfügig mehr Inhalt als jetzt 😉