Erinnerungen

Kaffeestarter

 


Ich mochte Kaffee eigentlich nie so wirklich. Kaffeegeschmack, ja. Schon als Kind fand ich die Kaffee-Sahne-Schoko einfach super. Irgendwann gab’s mal so eine Puddingwolke Cappuccino. Wenn ich mit Omma beim Tschibo war und die da für Omma die Feine Milde durch den Hexler gejagt haben: Whoa! Ich bin ja fast ausgerastet! Was für ein Geruch!
 
Meine Omma … Ja, ich glaub, die ist irgendwie auch ein bisschen verantwortlich. Weiß ich noch, wie sie mal voll den Kaffeeschmacht hatte, aber die Dröppelminna zu lahmarschig war. Da hat Omma einfach mal heimlich mit dem Löffelchen ins Kaffeepulver gelangt und sich’s schmecken lassen. Mama durfte das nicht sehen, die hätte sonst geschimpft. Und ich hab Omma natürlich nicht verpetzt, weshalb sie mich auch ganz lieb mit schwarz-krümeligen Zähnen angeschaut hat. Meine Omma … Diesen Beitrag weiterlesen »

Tagebuchversuch

 


Ab und an befällt einen ja dieses jugendliche Bedürfnis „ab heute schreib ich Tagebuch“ …
 
Es soll ja Leute geben, bei denen läuft’s. Max Frisch fällt mir da ein. Na ja, oder es hat gelaufen einst. Bäm, Jahrelange Tagebuchschreiberei und am Ende kommen dann dicke Bände raus mit Jahreszahlen von bis. Hab ich sogar im Regal stehen, aber noch nicht gelesen. Ich trau mich nicht. Dabei bin ich mir sicher, dass beim Namen Frisch nix Verdorbenes drin ist. Vielleicht deshalb auch noch ungelesen? Man weiß es nicht – und ich will es lieber nicht beantworten.
 
Wenn man viel Glück hat, schlägt das Verlangen nach Tagebücherei nur mal kurz zu und lässt sich dann auch gleich wieder in die Untiefen der vierzehnjährigen Psyche verbannen. Vielleicht schreibt man ein, zwei oder gar drei Gedichte stattdessen – und macht danach vielleicht „was Vernünftiges“. Diesen Beitrag weiterlesen »