Valentinstags-Scones

 


Au Backe! Heute ist ja Valentinstag! Ach du Schreck! Was mach ich denn da? Na, erst mal einen Blog-Eintrag schreiben …
 
Und dann schrubb ich noch den Ofen sauber, weil das Schweinefilet von gestern Übersprungverhalten zeigte. Genaugenommen war es der Bacon, dem ich dem Tierchen übergezogen hab – aber Schwein bleibt Schwein. Was für eine Schweinerei! Also heute den Ofen lecker mit dem Ofenspray eingedieselt, einwirken lassen und danach genüsslich schrubben-schrubben-schrubben. Beim Putzteufel, was bin ich dankbar, dass ich der Frau Mama in Reinigungsangelegenheiten selten zugehört hab. Kurzfristiger Tinitus gefolgt von partiellem Gedächtnisverlust. Ehrlich, wenn die Gefahr nicht bestanden hätte, dass andernfalls sämtliche Backwaren mit Schweineduft aus dem Ofen rausquieken …
 
Im Anschluss muss man ja die giftigen Dämpfe (und ich bin mir sicher, dass ich aufgrund des heutigen Tags mindestens ein Jahr früher sterben werde) im leeren Rohr volle Pulle rausbacken. Während dessen räuchert es dann schon aus den Abluftschlitzen als hätte es im benachbarten Chemiewerk nen kleinen Unfall gegeben. Praktisch, dass es heute so warm ist, dass man ganz gut ne Weile mit komplett geöffneten Fenstern aushält.
 
Nun ja, die Arbeit ist getan, das Leid ist vorbei, man sollte der Vergangenheit ihre Schuhe lassen, damit sie sich vom Acker machen kann …
 
Also: Auf zu neuen Taten!
 
Achtung: schmeckt gesund (dt. = ziemlich unsüß)
 

  • 400g Vollkornmehl
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • ½ TL Natron
  • 2 Eier
  • 15 ml Walnussöl
  • 1 EL Zucker
  • ½ TL Salz
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    Ich mach da keinen Aufriss, was wann zuerst rein darf in den Topf mit dem Knethaken. Ich hämmer da einfach alles gleichzeitig rein, bäm, Maschine an und irgendwann kehre ich in die Küche zurück und sehe einen Klumpatsch homogen gewalkten Teig da rumwirbeln. Perfekt.
     
    Das ist der Moment, in dem wir uns noch ein bisschen Mehl für die Patscher und die Ausrollfläche genehmigen. Her mit der Nudelkulle und alles mal schön plattgewalzt. Extra zu Valentinstag hab ich mir nen herzchenförmigen Ausstecher aus dem letzten Winkel einer Schublade hervorgekramt. Da es ohnehin nicht süß wie die Liebe schmecken wird, kann man aber bedenkenlos eine schnöde Tasse verkehrtherum aufdrücken und langweilige, furchtbar öde Scones in Rund backen, bä!
     
    So, die kleinen Scheißerchen ab aufs Backpapier und dann in den vorgeheizten Ofen bei 250 Grad Umluft etwa 10 Minuten backen. Bei der Backzeit kann man schon fast vorm Herd hocken bleiben und dabei zugucken, wie die Teile uffpöffen *grien*
     
    Tipp 1:
    Ja, zugegeben, das schmeckt jetzt wirklich nicht so richtig nach Leckerchens. Scones sind ja englisches Teegebäck und werden wohl vermutlich mit süßem Tee ungekaut runtergespült. Aber ich bin mir sicher, die kleinen Racker springen einem auch nicht aus der Hand, wenn man mit Marmelade oder gar Schokoaufstrich droht …
     
    Tipp 2:
    Ansonsten kann man von dieser Ausgangsbasis natürlich auch bequem in die andere Richtung gehen und die Herzen mit Käse verzieren. Mann, ich glaub, ich back demnächst mal Käsewürfel mit Traube in Sconeskugeln *überleg*
     
    Tipp 3:
    Jo, ich bekomm gerade lustige Ideen. Selbstverständlich kann man auch zuckrig oder herzhaft überbacken. Und überhaupt hab ich Scones bislang meist müsliartig gemacht mit Rosinen und Haferflocken und Vogelfutter drin …
     
    Ich hör besser auf, bevor ich noch Tipp 4, Tipp 5 und überhaupt ganz viel vertippe … Dieses Spiel mit man kann aber auch lässt sich ja uuuneeendliiich …
    Viel Spaß, falls sich wer traut 😉

    (Ist das jetzt suggestiv? *grübel*)
     
    Jedenfalls hab ich liebstes Lob bekommen. Und wenn es kein Geschenk zum Valentinstag ist, dass ich in den Ofen krieche, um sauberzumachen, dann weiß ich auch nicht …

     

    2 Kommentare zu „Valentinstags-Scones“

    • Jacqueline:

      Oh, das werde ich sicher mal versuchen, Scones hab ich noch nie gegessen, bin gespannt!
      Liebe Grüsse Florian und schönen Sonntag.
      Jacqueline

      • Florian:

        Ich war so neugierig, weil bei den Desperate Housewives öfter welche vorkamen. Glücklicherweise hat sich meine Neugier auf die Dinger beschränkt. Die gute Brie hat in der Serie ja so allerhand gebacken und gekocht – ähm, und gesoffen und geschossen und … Nein, man muss sich nicht alles zum Vorbild nehmen 😀
        Liebe Grüße zurück 🙂

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